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Die verschiedenen Bezeichnungen – wie Manuelle Medizin, Chirotherapie, Chiropraktik und ärztliche Osteopathie – machen es dem Patienten bei der Suche nach der geeigneten Behandlungsform nicht immer einfach, den Durchblick zu behalten. Daher hier noch einmal die wesentlichen Begriffe kurz erklärt:

 

Manuelle Medizin / Chirotherapie

Wissenschaftlich – sanft – zugewandt

Manuelle Medizin ist der moderne Begriff für die jahrhundertalte Erfahrungsmedizin, die früher als Chirotherapie oder auch als Chiropraktik bezeichnet wurde. Die Manuelle Medizin ist ein auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhendes Diagnose- und Behandlungskonzept. Sie versteht sich als tief verwurzelt in der Universitätsmedizin. Die Manuelle Medizin hat die – oft als rüde empfundenen – Methoden der Chiropraktik hinter sich gelassen und diese in ein sanftes, schmerzfreies Behandlungskonzept umgewandelt. Mit der Hand werden bei dieser Therapieform Blockierungen, schmerzhafte Muskelverspannungen, Temperaturunterschiede oder andere Fehlfunktionen ertastet und in der anschließenden Behandlung Nerven stimuliert, Gelenke mobilisiert oder beispielsweise Muskelstränge gedehnt. In den allermeisten Fällen geschieht das ganz ohne den Einsatz von High Tech-Apparaturen. Diese moderne Form der Behandlung mit den Händen betrachtet den Patienten in seinem Lebensumfeld und bezieht alle, sogar seelische Faktoren, mit ein, die Ursache für schmerzhafte Beschwerden sein können.

Ärztliche Osteopathie

Eine Erweiterung der Manuellen Medizin

Was genau die Osteopathie (osteon=Knochen und pathos=leiden) als Behandlungskonzept beinhaltet, ist bis heute nicht einheitlich definiert. Wir verstehen die osteopathischen Verfahren als eine Erweiterung bzw. Vertiefung der Manuellen Medizin. Der Abschluss der Weiterbildung Manuelle Medizin ist dementsprechend auch Grundvoraussetzung für die darauf aufsetzende Osteopathie-Fortbildung für Ärzte.

Die Osteopathie vereinigt in sich drei funktional zusammenhängende Konzepte im Körper:

  1. das Stützsystem des Körpers (dieses umfasst die Knochen, Muskeln, Gelenke, Sehnen, Faszien und das Bindegewebe im menschlichen Körper). Es wird auch als parietales Konzept
  2. die Aufhängung der inneren Organe (Herz, Leber, Lunge, in Brust- und Bauchraum). Unsere inneren Organe sind an bindegewebigen Strängen, Faszien und Bändern im Rumpf befestigt – Gewebestrukturen, welche die Fähigkeit besitzen, sich zusammenzuziehen. Das gewährleistet zwar eine minimale Beweglichkeit, aber auch hier kann es zu Verspannungen kommen, welche die – wenn auch geringe – Beweglichkeit der Organe einschränken oder an ihnen schmerzhaft ziehen und zerren. Es wird auch als viszerales Konzept
  3. den Schädel, das zentrale und äußere Nervensystem, das mit dem Gehirn, dem Rückenmark und den Nerven sowie mit der Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit einschließlich der zugehörigen Bindegewebshäute sowie dem Kreuzbein verbunden ist. Dieser Bereich wird als kranio-sacrales Konzept
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